Fachkräftemangel? Oder Mangel an Orientierung?

ansicht eines kursraumes bei indisoft zum thema weiterbildungen im bereich gesundheit
Im Gesundheitsbereich besteht eine große Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften. Dieser Bereich ist einer der wenigen, in denen tatsächlich Fachkräftemangel herrscht.

Die meisten von uns kennen das. Da steht man vor der Entscheidung, welche Ausbildung oder welches Studium man anstreben soll, wälzt im Kopf Gedanken über Zukunftsperspektiven, Verdienstmöglichkeiten und die mögliche Arbeitsmarktsituation in fünf oder zehn Jahren. Im Bereich der Fort- und Weiterbildung ist es nicht anders. Auch hier stellt sich jeder vorher die Frage, ob die Umschulung im Bereich Informatik oder die Weiterbildung in Social Media am Ende wirklich einen Vorteil auf dem Arbeitsmarkt bringen wird. Generell lässt sich diese Frage mit Ja beantworten: Mehr zu wissen, hat noch nie jemandem geschadet. Und im Lebenslauf können individuelle Zusatzqualifikationen durchaus Eindruck machen.

Dann wiederum hört man ständig vom „Fachkräftemangel“ in Deutschland. Wie ein Damoklesschwert scheint dieser Mangel über der deutschen Wirtschaft zu schweben und droht sie zu zerschmettern. Klingt ja so, als würden an allen Ecken händeringend Arbeitskräfte gesucht. Doch schaut man genauer hin, stellt man fest, dass es nicht ganz so dramatisch ist. Zwar gibt es Bereiche wie technische Berufsfelder, Gesundheits- und Pflegeberufe, in denen tatsächlich aktuelle Engpässe bestehen, doch existentiell bedroht ist der Wirtschaftsstandort Deutschland nicht. In der „Fachkräfteengpassanalyse 2014“ wird festgestellt, dass kein allgemeiner Mangel an Fachkräften besteht, dass aber z.B. in den Bereichen Medizin-, Orthopädie- und Rehatechnik neue Bedarfe entstanden sind. Niemand von uns kann jedoch wissen, wie sich der Arbeitsmarkt in den nächsten Jahren verändern wird. Außer Frage steht dabei, dass es mehr und mehr auf Flexibilität, interdisziplinäre Kenntnisse und Sprachkompetenz ankommt. Daher ist es sinnvoll und wichtig, sich stetig weiterzubilden. Zuletzt stieg die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland wieder.

Wir bei indisoft haben bereits vor vielen Jahren gelernt, unseren Blick auf die zukünftige Entwicklung zu richten und orientieren unsere Weiterbildungen und Umschulungen daran. Beispiel gefällig?

Wie auch schon am Berliner und Dresdner Standort bietet indisoft seit April 2015 auch in Leipzig das individuelle Weiterbildungsprogramm im Gesundheitswesen mit Schwerpunkten in der Praxisausbildung und im kaufmännischen Bereich an.

Auszug aus der Beschreibung des individuellen Weiterbildungsprogramms:

Aufgrund des demographischen Wandels entwickelt sich das Berufsfeld im Gesundheitswesen zu einem krisensicheren Arbeitsfeld. Fachkräfte für Betreuung übernehmen die soziale Betreuung hilfsbedürftiger Menschen, z.B. von Menschen mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, psychischen Erkrankungen oder geistiger Behinderung. Als Alltagsbegleiter/innen von hilfsbedürftigen Menschen, die (weiter) in ihren Privatwohnungen leben, unterstützen die Fachkräfte sie bei der Hausarbeit oder erledigen diese für sie. Sie begleiten die Menschen beim Arztbesuch oder bei Behördengängen, erledigen Einkäufe und Besorgungen und ermutigen sie zu sozialen Kontakten …

Sie haben Interesse? Dann finden Sie hier weitere Infos zum neu gestarteten individuellen Weiterbildungsprogramm Gesundheitswesen in Leipzig.

Fest steht: Je höher qualifiziert ein Arbeitnehmer ist, desto höher sind seine Chancen auf eine Anstellung. Denn, was aus dem oben Stehenden deutlich wird: Da kein akuter Fachkräftemangel besteht (auch wenn die Wirtschaft nicht müde wird, etwas anderes zu behaupten), ist es umso wichtiger, besser qualifiziert als die Mitbewerber zu sein. Hier treffen oftmals mediale Berichterstattung (angeblich gibt es viel zu wenige Fachkräfte) mit den Erfahrungen von Bewerbern aufeinander (ich finde trotz Ausbildung keinen Job). Woran liegt das? Natürlich haben Arbeitgeber das Interesse, möglichst die besten Arbeitskräfte für ihr Unternehmen zu gewinnen. Da wird dann auch schon mal so getan, als gäbe es gar keine Bewerber, obwohl diese durchaus da sind. Nur entsprechen sie vom Bildungsstand nicht den Erwartungen des Unternehmens. Die Politik wiederum hört die Hilferufe der Wirtschaft (die ja etwas übertrieben sind, wie auch die Agentur für Arbeit bestätigt) und verspricht ihrerseits Hilfe mit Programmen zur Einwanderung qualifizierter ausländischer Arbeitnehmer. Damit soll ein Problem gelöst werden, das im Grunde gar nicht besteht. Auch wenn im Artikel der Süddeutschen behauptet wird, dass „der schon heute spürbare Mangel an Fachkräften die Wirtschaft in den kommenden Jahren noch mehr beschäftigen wird“, so ist bereits diese Aussage eine Behauptung (nichts weiter, siehe nochmals Zahlen der Agentur für Arbeit) gepaart mit Spekulation.

Der deutschen Wirtschaft geht es gut, allen Unkenrufen vonseiten der Gegner des Mindestlohns und allen Prognosen der Schwarzseher zum Trotz. Die Arbeitsmarktsituation ist für gut qualifizierte Fachkräfte aussichtsreich. Lassen Sie sich von der Debatte um reale und gefühlte Mängel nicht irritieren: indisoft steht Ihnen gern mit Rat und Tat zu Seite, wenn es um Ihre Weiterbildung, Umschulung oder Jobsuche geht. Wir helfen bei der Orientierung im Dschungel der Weiterbildungs- und Umschulungsmöglichkeiten. Immerhin machen wir das nicht erst seit gestern, sondern seit vielen Jahren und kennen die Entwicklungen des Arbeitsmarktes sehr gut.

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