Berufliche Neuorientierung starten – Unser 5-Schritte-Masterplan

Wer kennt das denn nicht: „Eigentlich
Falscher Job Änderung wollte ich ja schon längst einmal einen Englischkurs besuchen, um meine Kenntnisse aufzufrischen. Und eigentlich wollte ich mit 40 schon eine Führungsposition einnehmen und dann wollte ich mich ja auch noch in einem zweiten Bildungsweg verwirklichen.“ Und dann kommt der Alltag dazwischen und es rennt und rennt, bis einem dann die Zeit davonläuft. Wann hat man da auch einmal Zeit, sich mit seinem Lebensplan zu beschäftigen?

Für die ersten Schritte auf dem Weg zu Ihrem neuen Projekt haben wir eine kleine Checkliste für Sie bereitgestellt:

 

1.     Ist-Analyse

Dann bleibt man einmal stehen und hält inne, wie zu Neujahr oder zum runden Geburtstag, und fragt sich: Will ich denn überhaupt das alles so, wie es gerade ist? Verbringe ich meine Zeit mit Dingen, die mich erfüllen? Vielleicht kommt dann eine Ernüchterung und man erkennt plötzlich, dass der Job vielleicht doch nicht das Richtige ist. Auf Dauer ist der falsche Job Gift für Ihren Alltag, denn die Unzufriedenheit belastet Sie über die Arbeitsstunden hinaus und überträgt sich auf Ihre Freizeit.  Also fragen Sie sich:

  • Bin ich über- oder unterfordert in meinem Job?
  • Fällt es mir schwer, morgens auf die Arbeit zu gehen?
  • Fühle ich mich aufgrund meiner Kollegen, Vorgesetzten oder der Leistungserwartung unwohl?
  • Habe ich das Gefühl, dass meine Kompetenzen oder mein Potenzial nicht vollwertig ausgeschöpft werden oder meine Stärken woanders liegen?
  • Bin ich die meiste Zeit von meinem Tagesgeschäft genervt?
  • Ich denke oft an eine Kündigung?
  • Ich kann mir nicht vorstellen, in 10 Jahren noch im gleichen Job zu sitzen?

Wenn Sie viele Fragen mit „JA“ beantworten können, sollten Sie sich eine Alternative zu Ihrer jetzigen Situation überlegen.

Für einen Neuanfang ist es nie zu spät

Beruflicher Neuanfang wieFür etwas Neues ist es aber nie zu spät. Denn niemandem hilft es, wenn Sie jahrelang unglücklich in Ihrem Beruf bleiben, nur weil der Mut zur Veränderung gefehlt hat. Vielleicht haben Sie bereits erkannt, dass Sie einen anderen Weg einschlagen wollen. Und damit sind Sie nicht allein: Das Karriereportal Monster fand in einer Umfrage heraus, dass sich 51 % der Befragten heute einen anderen Job wünschen würden.

Eine Umschulung beispielsweise dauert zwar zwei Jahre, in der Relation zu den noch zu leistenden Arbeitsjahren ist das eine geringe Zeitspanne. Doch logischerweise muss ein Neuanfang gut überlegt sein.

Neuorientierung mit Zielen

Das Erreichen von Zielen trägt erwiesenermaßen zur persönlichen Zufriedenheit bei. Man erkennt seine Stärken und erfährt seine eigene Kraft bzw. wozu man fähig ist im Zuge seiner Selbstverwirklichung. Deshalb sollte jeder Ziele haben, statt sich vom Alltag treiben zu lassen.

2.     Ziele setzen

Grobe Ziele hat man meistens, aber nehmen Sie sich etwas Zeit und etwas zum Schreiben und bringen Sie Ihre Ziele auf den Punkt:

  • Was sind meine 5 wichtigsten Lebensziele?
  • Was will ich in einem Jahr, in 5 und in 10 Jahren erreicht haben?
  • Warum will ich das erreichen?

Die letzte Frage ist deshalb wichtig, weil es Situationen in Ihrer weiteren Projektphase geben wird, in der Sie sich nicht so bewusst sind, warum Sie sich das eigentlich alles vorgenommen haben.

Wenn Sie selbst nicht weiter wissen oder sich schwer tun, Ihre Ziele zu definieren, erarbeiten Sie das mit einer Person, die Sie gut kennt.

3.     Maßnahmen ergreifen

Wenn Sie sich Ihre Ziele notiert haben, müssen Sie sich überlegen, welche Schritte zur Zielerreichung konkret notwendig sind.

  • Was kann ich in nächster Zeit realisieren: kurzfristig, mittelfristig, langfristig?
  • Wie kann ich HEUTE damit beginnen?

Unterteilen Sie diese Ziele in kleine Schritte und erstellen Sie einen Zeitplan. Nehmen Sie sich aber auch nicht zu viel auf einmal vor, sondern nur, was Sie in Ihrem Alltag auch tatsächlich bewerkstelligen können.

4.     Gute Beispiele suchen

Beispiele aus der Praxis, wie Menschen es geschafft haben, ihre Träume und Ziele zu verwirklichen, wirken inspirierend und motivierend. Finden Sie beeindruckende Beispiele für sich, die für Sie auch noch greifbar sind. Das bedeutet, wenn es in Amerika jemand vom Tellerwäscher zum Millionär geschafft hat, ist das für Sie vielleicht zu weit weg, nicht nur geografisch. Aber wenn Sie jemanden kennen, der ebenfalls in einer ähnlichen Situation eine berufliche Neuorientierung mit einem Jobwechsel oder einer Umschulung geschafft hat und nun erfolgreich im neuen Job ist, kann das für Sie ein realistisches Vorbild sein.

5.     Versprechen Sie sich, dranzubleiben

Zeitplan NeuorientierungErinnern Sie sich immer wieder an Ihren Plan mit einem Vermerk im Kalender oder hängen Sie sich Ihre Ziele gut sichtbar zum Beispiel neben den Schreibtisch. Sollte sich Ihre Strategie nicht in der Form verwirklichen, wie Sie sich das vorgestellt haben, planen Sie neu und reflektieren Sie, ob das Zeitfenster realistisch war. Verwerfen Sie nicht gleich alles, sondern versprechen Sie sich, dranzubleiben an Ihren Zielen, egal, wie lange es dauert oder welche Hindernisse es zu überwinden gilt. Sie werden genug Gründe finden, Ihr Vorhaben abzubrechen, aber auch genug, Ihrem Traum zu folgen.

Sie können nicht scheitern

Wenn Sie jede Entwicklung, die sich im Laufe Ihres Projektes ergibt, als weiterer Schritt in Richtung Ziel sehen, auch wenn es sich wie ein Rückschritt anfühlt, können Sie nicht scheitern. Jede Erfahrung ist wertvoll und sollte Sie in Ihrem Vorhaben bestärken.

Wenn Sie in einer Situation zweifeln und sich fragen, „Lohnt sich das alles überhaupt?“ oder „Kann ich das überhaupt?“, treten Sie einen Schritt zurück und sehen Sie das große Ganze und lesen Sie nach, warum Sie sich diese Ziele ursprünglich vorgenommen haben.

Wir wünschen viel Erfolg!

 

 

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