indisoft-Dozentinnenportrait: Juliana Abel stellt sich vor

Wir freuen uns sehr, an dieser Stelle als ersten Beitrag unserer Reihe „Die Dozent*innen von indisoft stellen sich vor“ Frau Juliana Abel (Inhaberin von apc_büro) als Interviewpartnerin gewonnen zu haben.

Und schon geht’s los!

Juliana Abel – Dozentin im Bereich Medien bei indisoft

Juliana Abel, Dozentin für Medien bei indisioft
Juliana Abel, Jahrgang 1962, Dipl.-Ing für Informationstechnik und Inhaberin von apc_büro.

Bitte stellen Sie sich in ein paar Sätzen kurz vor!
Seit 25 Jahren arbeite ich in der Erwachsenenbildung und habe freiberufliche Erfahrungen in meinem eigenen Büro gesammelt. Dabei biete ich verschiedene Dienstleistungen an, u.a. in der Planungstätigkeit, im 3D-Bereich, der Visualisierung, im Kommunikationsdesign und Firmenschulungsbereich. Diese praktischen Erfahrungen kann ich sehr gut in der Weiterbildung nutzen. Sie ermöglichen mir, die Anforderungen im „Job“ anschaulicher und realitätsbezogen zu vermitteln und beispielhaft auszubauen.

Wie lange dozieren Sie schon und wie sind Sie dazu gekommen?
Ich doziere seit 1990 und ich bin dazu gekommen, wie die „Jungfrau zum Kinde“ – Details wären hier zu ausschweifend. Aus einer Lehrerfamilie stammend war mein größter Grundsatz, nie Lehrer werden zu wollen und trotzdem … so kann’s kommen. Ich habe es jedoch nie bereut und kann mich im Rahmen der Lehre sehr gut entfalten.

Wie lange sind Sie schon bei indisoft als Dozentin tätig?
Bei indisoft bin ich seit Herbst 1994. Meine Einsatzgebiete reichen von MS-Office, CAD, 3D bis Grafikdesign für die verschiedensten Anwendungsgebiete und noch einiges mehr.

Was bedeutet für Sie das Arbeiten bei indisoft?
Sehr wichtig ist es mir, die Teilnehmer zu erreichen. Ausschlaggebend sind dabei völlig unterschiedliche Aspekte, wie ihre unterschiedliche Herkunft, Voraussetzungen und biografischen Erfahrungen und welche Potentiale in Ihnen stecken und ausgebaut werden können.

Bei indisoft habe ich immer engagierte Mitarbeiter getroffen, mit denen gemeinsam die Voraussetzungen für innovative und aktive Lernmethoden geschaffen werden konnten. Als Dozentin verfüge ich hier über einen freien Spielraum, der mich in der Lehrvermittlung nicht in einen starren Rahmen presst, sondern für die aktuellen Erfordernisse flexible Methoden ausprobieren und professionalisieren lässt. Die Ergebnisse werden ständig mit den Mitarbeitern und Teilnehmern ausgewertet und gemeinsam neue Wege ausgearbeitet und strukturiert.

Welche Bedeutung hat für Sie Bildung im Bereich Medien und im allgemeinen?
Bildung ist für mich eines der wesentlichsten Grundrechte, die einem Menschen zustehen müssen. Immer noch scheint das Bildungsniveau in Deutschland sehr von der Herkunft eines Bürgers abzuhängen. Gleiche Bildungschancen sind zwar gesetzlich verankert, aber nicht wirklich für alle in der Praxis zugänglich bzw. realisierbar. Auch nicht im eigenen Bewusstsein jedes Einzelnen.

Nicht nur im Bereich Medien, sondern in fast allen anderen Bereichen werden immer umfassendere Qualifizierungen und Kenntnisse insbesondere im Umgang mit Computern, Automatisierungsprozessen, Internet usw. vorausgesetzt.

Ein lebenslanges Lernen – besonders auch selbstständiges Lernen – wird jeden in Zukunft begleiten. Unabhängig davon bedeutet Bildung, Erfahrungen zu sammeln, Informationen zu erhalten, Schlussfolgerungen zu ziehen und sein Leben bewusst und eigenständig gestalten zu können.

Welche aktuellen Trends gibt es in Ihrem Bildungsbereich, die man im Auge behalten sollte?
Ich befasse mich ständig mit fachlichen Trends – auch in der Bildung und Lehre. Aber gerade im Medienbereich entstehen Tendenzen, die ich aus meiner Erfahrung kritisch beobachte:

Ständig „Online-Sein-Müssen“, in bestimmten Netzwerken eingetragen sein müssen, setzt unter Druck und macht uns mehr und mehr zum Objekt der Ritualisierung digitaler Bewertungen. Gleichermaßen vernachlässigt bzw. verdrängt es unsere subjektive Vielfalt und schränkt unsere kreative Entwicklung und Entscheidungskompetenz ein.

Die direkte verbale und nonverbale Kommunikation und Kooperation ist nach wie vor die Grundlage unseres menschlichen Handelns. Da müssen auch „nicht perfekte“ Fähigkeiten, Eigenschaften und Leidenschaften ihren Platz haben dürfen.

Wie beurteilen Sie das individuelle Weiterbildungsprogramm von indisoft?
Ich bin eine der Protagonistinnen, die im Medienbereich die praktikable Umsetzung des individuellen Trainings konzeptionell, methodisch und strukturell mit gestaltet und umgesetzt hat.

Für die heutigen Anforderungen ist es unumgänglich, vor allem aktives und eigenverantwortliches Lernen zu fördern und zu fordern. Das bedeutet, dass die Lehrmethoden zur Förderung des aktiven Lernens ausgebaut und trainiert werden müssen. Dazu sind unterschiedliche Lernmittel zur Verfügung zu stellen (Skripte, Lernabläufe, Lernanleitungen, Lehrbücher, Lernvideos, eigene Projekte, flexible Austauschforen und -orte usw.) in einem kooperativen, angstfreien und kommunikativen Lernumfeld.

Trotz anfänglicher Irritationen, die manche Teilnehmer immer zum Start eines solchen individuellen Trainings haben, stellen alle nach Beendigung fest, dass sie mit dieser Methode viel mehr gelernt haben. Sie können rückwirkend Wissen und Zusammenhänge besser reproduzieren und transferieren und sind vor allem auf ihre spätere (Wunsch)-Tätigkeit zielsicher vorbereitet.

Für mich bleibt es eine Herausforderung, dieses individuelle Training weiter zu optimieren und ein Paket für die Teilnehmer zu bieten, in dem sie immer selbstständiger bestimmen, welche Fähigkeiten und welches Wissen sie erlangen wollen und in welcher Vorgehensweise. Sie dabei zu begleiten, zu beraten, auch die erste Lernstruktur vorzugeben und vor allem fachlich die Vielfältigkeit an Wissensvermittlung zu bieten, bleibt für uns Dozenten eine ständige Aufforderung und erfordert eine fortwährende eigene Qualifizierung.

Bei indisoft wird im individuellen Training nicht nur reines Online-Lernen oder „stures“ Durcharbeiten von vorgegebenen Lernabfolgen angeboten. Vielmehr werden die Teilnehmer in ihrem individuellen Lehrplan durch persönliche Ansprechpartner begleitet und gefordert und in jeder speziellen fachlichen Frage beraten. Darin besteht das besondere Qualitätsmerkmal von indisoft und wird entsprechend von den Teilnehmern ausgesprochen positiv bewertet.

Welches sind Ihre bekanntesten Projekte, Veröffentlichungen oder Partner?
Ich habe ja nun auch schon etliche Jahre der Selbstständigkeit auf dem Buckel (25 Jahre). Dabei gibt es immer wieder Projekte, an die ich mich gerne erinnere oder im Nachhinein dann doch meine, so schlecht waren die gar nicht. Es gibt aber auch Projekte, an die ich mich nicht so gerne erinnern will. Ich favorisiere daher nichts, weil alles zu meiner Entwicklung gehört und auch dem aktuellen Wandel und seiner Interpretation unterliegt.

Hier der Link zu meiner Referenzliste.

Haben Sie einen Lieblingsplatz in Berlin?
Auf der Terrasse zu unserem kleinen Garten unserer Wohnung  ist momentan mein schönster Rückzugsort.

Haben Sie ein „Leitmotto“ oder einen typischen Spruch, den Sie oft verwenden?
Die verrate ich hier nicht – sie gehören zu meinem „Unterhaltungs-Repertoire“.


Vielen Dank an Juliana Abel für diese ehrlichen und ausführlichen Einblicke. Wir freuen uns sehr, Sie als Dozentin bei indisoft an Bord zu haben!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.