indisoft-Dozentinnenportrait Annegret Paelecke

Wir freuen uns, Ihnen heute unsere Kollegin Annegret Paelecke, vorstellen zu dürfen. Sie ist bei indisoft Dozentin im Gesundheitsbereich und kann durch ihren umfangreichen Erfahrungsschatz allen Teilnehmenden sehr viel direkt aus der Praxis beibringen. In interessanten Exkursionen, wie wir letzte Woche schon berichteten, entführt Annegret die Teilnehmer gern auch mal in Zeiten, in denen der Gesundheitsbereich noch ganz anders funktionierte.

Annegret Paelecke – Dozentin im Bereich Pflege, Betreuung, Palliativ

Foto Annegret Paelecke
Foto ©indisoft

Bitte stellen Sie sich kurz vor!

Ich heiße Annegret Paelecke. Ich bin Berlinerin und seit 1988 Krankenschwester. Ich habe meinen Beruf in der Charité gelernt. Im Laufe meiner Berufstätigkeit habe ich sowohl stationär als auch ambulant gearbeitet, habe chronisch Kranke und Sterbende gepflegt, aber auch Patienten in der Intensivmedizin. Ich habe Berufserfahrungen im europäischen Ausland und in der Internationalen Entwicklungshilfe. So habe ich fünf Jahre in Kambodscha, einem der ärmsten Länder Südostasiens, gearbeitet. Diese Jahre haben mich besonders geprägt.

Ich habe in London Gesundheitsmanagement studiert, weil mich die politischen und strukturellen Rahmenbedingungen, in denen Gesundheitsdienstleistungen zur Verfügung gestellt werden, und die einen bedeutenden Teil zur Gesunderhaltung oder Behandlung von Krankheit ausmachen, und deren Gestaltung sehr interessieren.

Wie lange dozieren Sie schon und wie sind Sie dazu gekommen?

Meine Aufgaben in der Entwicklungszusammenarbeit waren stark geprägt vom Auf- und Herausbilden von individuellen und institutionellen Kapazitäten. Insofern war es reizvoll für mich, nach meiner Rückkehr nach Berlin diesen Weg weiterzugehen. So habe ich im September 2015 angefangen freiberuflich als Beraterin und Trainerin tätig zu sein. Ich verstehe mich weniger als Dozentin, denn als Trainerin oder Lernbegleiterin. Ich möchte dazu beitragen, dass die Teilnehmer meiner Kurse ihren Erkenntnisgewinn mitgestalten, auf der Basis ihrer Vorerfahrungen und mit Verknüpfungen, die nachhaltiges Wissen und Verstehen fördern.

Welche Bedeutung hat für Sie Bildung im Gesundheitsbereich und im allgemeinen?

Bildung ist ein sehr hohes Gut.

Konfuzius sagt: Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.

In meinem Fachbereich möchte ich dazu beitragen, dass durch den Erwerb von Fachwissen und mittels Erprobung dieses in sozialen (Lern-)Situationen eine Handlungskompetenz entsteht, die dem Gegenüber dient und nützlich ist.

Welche aktuellen Trends gibt es in Ihrem Bildungsbereich, die man im Auge behalten sollte?

Der demografische Wandel spielt eine große Rolle. Die Tatsache, dass mehr Menschen ein höheres Lebensalter erreichen und in diesem aber auch vermehrt auf Pflege und Betreuung angewiesen sein könnten, bei gleichzeitigem Mangel an engagierten Menschen, die sich dieser Arbeit verpflichten wollen, ist eine Besonderheit in meinem Fach- und im Bildungsbereich.

Daher ist auch das neue Pflegeberufegesetz [Gesetz zur Reform der Pflegeberufe, welches 2020 in Kraft treten soll], in welchem die bisherigen drei Ausbildungen in der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, reformiert werden und zu einem einheitlichen Berufsbild zusammen geführt, von besonderer Bedeutung. Die neue Ausbildung bereitet auf einen universellen Einsatz in allen allgemeinen Arbeitsfeldern der Pflege vor, erleichtert einen Wechsel zwischen den einzelnen Pflegebereichen und eröffnet zusätzliche Einsatz- und Aufstiegsmöglichkeiten.

Das die Ausbildung in ein gestuftes und transparentes Fort- und Weiterbildungssystem eingepasst werden wird, ist besonders interessant für erfahrene Bildungsinstitute.

Wie beurteilen Sie das individuelle Weiterbildungsprogramm von indisoft?

Ich halte das individuelle Weiterbildungsprogramm für sehr klug und gut, weil es Erwachsenen ermöglicht, in ihrem eigenen Tempo dem Lernen wieder zu begegnen. Sie können somit positive Erfahrungen mit dem Lernen sammeln und ggf. unangenehme Vorerfahrungen abschütteln. Das individuelle Weiterbildungsprogramm ermutigt und ermündigt!

Haben Sie einen Lieblingsplatz in Berlin?

Mehr als einen.

Die Weltzeituhr ist ein schöner Ort zum Innehalten und mich an die Menschen, die ich traf, als ich in ihren Ländern zu Gast war, und an die zu denken, die ich treffe, weil sie ihre Heimat aufgeben mussten.

Und die Uhr steht für: „tempus fugit“, was soviel bedeutet wie „die Zeit flieht“. „Carpe diem.“, „Nutze den Tag.“

Haben Sie ein „Leitmotto“ oder einen typischen Spruch, den Sie oft verwenden?

„Das Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht.“


Vielen Dank Annegret Paelecke für diesen Einblick in Ihr Arbeitsfeld. Wir freuen uns auf weitere so aufschlussreiche und informierende Gespräche mit Ihnen!

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