Fotoshooting Gesundheitswesen, Teil 1: Rollstuhltraining

Nach dem bereits erfolgreichen Fotoshooting über indisofts IT-Bereich, gab es letzte Woche ein weiteres Shooting für unseren Bereich Gesundheitswesen. Was man so alles bei einem Shooting lernen kann, erfahren Sie hier in unserem ersten Teil der Shootinggeschichte.

Rollstuhltraining – vor, zurück, zur Seite, ran…

Früh morgens ging es gleich zur Theorie, Thema Rollstuhltraining. Herzlichen Dank an Herrn Blinde vom DRK, der das gesamte Training so praxisnah, anschaulich und mit viel Humor vortrug, dass auch ganz viel Gelerntes hängen geblieben ist. Man kann gar nicht glauben, aus was so ein Rollstuhl alles besteht bzw. bestehen muss, damit dieser ältere, kranke oder körperlich eingeschränkte Menschen gut und sicher durch den Alltag begleiten und befördern kann.

Rollstuhltraining - Herr Blinde vom DRK
Herr Blinde vom Deutschen Roten Kreuz – praxisorientierter Experte für das Rollstuhltraining bei indisoft

Nach ca. 45 Minuten Theorie ging es dann auch schon live in den Rollstuhl, immer abwechselnd als im Rollstuhl Sitzender und danach auch als den Rollstuhl Fortbewegender. Das erste Mal nach hinten ankippen, fühlt sich wirklich komisch an, wenn man noch nie in einem Rollstuhl saß. Dieses Gefühl muss man aber einmal gehabt haben, damit man als Pflegehelfer*in, Krankentransportfahrer*in oder auch Alltagsbegleiter*in weiß, wie sich eine Person darin fühlt, wenn er oder sie das erste Mal dort drin sitzt. Das Allerwichtigste hierbei ist, wie in vielen anderen Bereichen auch…

…die Kommunikation

Rollstuhltraining - Ankippen des Rollstuhls
„Hallo mein Name ist… Ich werde jetzt Ihren Rollstuhl nach hinten ankippen, damit ich Sie über den Bordstein auf den Gehweg schieben kann.“

Das haben wir gelernt. Immer ruhig und freundlich, demjenigen, der im Rollstuhl sitzt, mitteilen, was man als nächstes mit ihm/ihr vorhat. Auch das alleinige Fortbewegen mit dem Rollstuhl war ganz schön kniffelig. Als erstes gab es die Übung, sich auf kleinstem Wendekreis einmal um 360 Grad zu drehen. Wie geht das noch mal? Mit dem linken Arm am Steuerrad nach hinten und mit dem rechten Arm nach vorne lenken. Geschafft!

Rollstuhltraining - 360-Grad-Drehung mit dem Rollstuhl
360-Grad-Drehung: Linker Arm am Steuerrad nach hinten und rechter Arm nach vorne

Das wurde sehr fleißig geübt. Wirklich. Wir haben die Beweise auf unseren Fotos. Aber wenn Sie denken, das war schon die Königsklasse… weit gefehlt.

Hindernisse überwinden

Alltägliche Hindernisse mit dem Rollstuhl sind Unebenheiten, Treppen, Bordsteine u.ä. Um sich hier als derjenige, der den Rollstuhl schiebt, korrekt zu verhalten, gibt es einiges zu beachten, ja teilweise sogar strengste Vorschriften. Aber hier fühle ich mich und spreche hier auch für die anderen Teilnehmer*innen dieses Trainings, bestens gewappnet, dank der anschaulichen und praxisnahen Beispiele, an denen Herr Blinde uns alles erklärt hat.

Nächster Fotostopp – die Straße bzw. der Bordstein

Wie „schwer“ das Ankippen ist, wissen wir schon. Wie schwer aber das Überwinden eines Bordsteins ist, merkt man erst, wenn man auch dies live ausprobiert hat.

Rollstuhltraining - Bordstein mit dem Rollstuhl überwinden
Bis zum Bordstein ranfahren, dann leicht nach hinten ankippen, erst die kleinen Räder auf den Bordstein bringen und dann die großen hinterher nach oben schieben.

Die Tipps von Herrn Blinde helfen, in der Zukunft immer die richtige Technik anwenden zu können. Aber auch hier ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen und es heißt, üben, üben, üben…

Ein großer Dank gilt auch unserer Fotografin Judith Klapper. Die Zusammenarbeit war und ist großartig.

Demnächst erfahren Sie mehr von unserem Fotoshooting und dann werden Sie sehen, dass man auch mal mit einem Skelett viel Spaß haben kann 🙂

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